Hintergrund
  • Teaser
Auf Kontrastseite umschalten Schrift vergrößern Schrift verkleinern
09.02.2017 | CDU-Stadtverband Sulz - Robert King
Das zweite politische Stammtischgespräch der CDU Sulz mit vielen lokalen Bezügen
Im Hotel „Züfle“: Bei der Bundespolitik ging’s emotional richtig zur Sache

Spannend sind beide Bereiche: die Kommunalpolitik wie auch die „großen“ bundes- und europapolitischen Themen mit ihren Auswirkungen bis hinein in die Kommune.

Schwarz-weiß-denken, die einfachen Antworten gibt es jedoch selten bis nie. Auch dieses wurde mehr als deutlich beim zweiten politischen Stammtisch des CDU-Stadtverbandes Sulz, diesmal im Hotel „Züfle“ im Stadtteil Glatt.

Nach den einführenden Worten des Stadtverbandsvorsitzenden Tobias Bronner erläuterte CDU- Gemeinderatsfraktionsvorsitzender Robert Trautwein die Projekte, mit denen Glatt (der Stadtteil mit dem so ganz eigenen Profil) derzeit weiter vorangebracht werden soll.  So wie im Übrigen alle Stadtteile dran sind,  entsprechend den jeweils festgelegten Zielen ihr

Entwicklungspotenzial umzusetzen: stets im guten Einvernehmen miteinander und zusammen mit der Kernstadt, die von vornherein einen anderen Stellenwert hat.  

Das so harmonische Miteinander zwischen den Stadtteilen und gegenüber der Kernstadt wurde genauso gelobt wie durch den Zwischenruf eines Teilnehmers, „Das war auch schon mal anders“ deutlich wurde, dass das recht sensible und sehr vernünftige und auf den Ausgleich bedachte Vorgehen der Stadt nicht selbstverständlich ist. Umso kräftiger fiel die Freude darüber aus.

Unumstritten: die Breitbandverkabelung wird in diesem Jahr noch in Glatt Realität werden. Auch hier stellte Robert Trautwein sachlich und mit dem Wissen eines Gemeinderates dar, der schon seit vielen Jahren dem Gremium angehört und seit all der Zeit mit großer Leidenschaft und seiner Sachkenntnis für Sulz tätig ist, wie ein gut gemeintes Vorhaben einmal platzen kann. Die Telekom war ausgestiegen. Jetzt aber steht dem schnellen Internet nichts mehr im Wege.

Auch nicht dem Bau der Aussegnungshalle. Die bei dem Gespräch kurzzeitig aufgeflammte Frage, „Brauchen wir sie überhaupt noch?“ beantwortete Robert Trautwein ebenfalls mit der Genese dieser Maßnahme und stellte fest: „Wir bauen sie nach den neuesten Erkenntnissen. Und nun wird sie gebaut.“

Mehr Wissen kann zu besserem Verständnis führen. Ganz egal in welchem Bereich: Der dem Stammtisch vorgeschaltete Lokal-Termin an der Baustelle Glatttalbrücke mit all den Erläuterungen und Erklärungen durch die Fachleute über das Procedere und den weiteren Bau der Glatttalstraße brachte „uns allen viele Hinweise und die Informationen, die uns klar machen, dass es keine Bauverzögerung gibt, wie immer wieder mal kolportiert wird“, stellte Tobias Bronner klar. Und gegen manche Einwände über die Trassenführung, zum Beispiel des Radweges, sagte nicht nur Robert Trautwein: „Die Fachleute, die Experten wissen ja auch, was sie sagen und warum. Wir sind auf einem guten Weg.“

Politik ist stets auch eine Frage des Abwägens: So nahm der Entwicklung bei den Bauplätzen, nahm die Frage nach einer eventuellen Staffelung bei den Bauplatzkosten (Dürrenmettstetten liegt nun mal einiges weiter weg von der Autobahn als Holzhausen und Bergfelden) breiten Raum in der sachlich, nachdenklich geführten Debatte ein.  Politik ist stets eine Frage, bei der es gilt abzuwägen, Argumente zu gewichten. Schwarz-weiß-denken ist unangebracht, führt nicht weiter.

Gemeinsames Nachdenken über die Zukunft der Stadt Sulz mit seinen Stadtteilen, die so unterschiedlich sind, im Wettbewerb zueinander sind, jedoch als Gesamtstadt sich behaupten will und auch deswegen „wollen wir attraktiv sein und es noch mehr werden“, wie ein Teilnehmer es formulierte.

Emotional und teilweise ganz schön hitzig verlief  der letzte Teil des Stammtischgesprächs: ein AfD-Sympathisant brachte durch seine Beiträge über die Flüchtlings- und die Europapolitik eine Schärfe herein, die zumindest klar stellte, dass es manchmal schwierig zu sein scheint, mit Argumenten zu überzeugen. Doch es war auch keine Frage, dass am CDU-Stammtisch jeder seine Meinung sagen darf, dass „wir bereit sind, die politische Diskussion mit allen zu führen. Bei uns darf jeder sagen, was er denkt, und wenn es noch so an den Tatsachen vorbeigeht.“ Mit einem klaren Bekenntnis zu den Grundwerten der CDU, zu Bundeskanzlerin Angela Merkel und zu einem Europa, das für Frieden, Freiheit und Wohlstand stehe. Und einer ebensolchen Ablehnung von populistischen, extremistischen Tönen einer Partei, die gar nicht daran denke, Lösungen für die politischen Herausforderungen zu suchen.  So Tobias Bronner.

Für den dieses jetzt zum zweiten Mal durchgeführte Format des „politischen Stammtischs der CDU Sulz“ sich jetzt schon etabliert hat. Und so kündigte er bereits den nächsten an: der ist terminiert auf den 4. April. Dann in Sigmarswangen: „Weil es uns wichtig ist, dass wir in allen  Stadtteilen dieses Gesprächsangebot machen.“  Ganz im Sinne der Einheit der Stadt und der Vielfalt seiner Ortsteile.   
Impressionen
Termine