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20.02.2017 | CDU-Kreisverband Rottweil - Robert King
Neujahrsempfang der CDU im Kreis Rottweil
„Mobilität in der Region“ als Grundlage für Wohlstand und Zukunftssicherung / Festredner Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt bekräftigt Zusagen

„Dieser Neujahrsempfang steht unter der Überschrift ‚Mobilität in der Region‘“, gab der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Stefan Teufel bei der Begrüßung der Gäste und hier vor allem des Bundesministers für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt in der Stadthalle in Rottweil als Devise aus.

Und genau so war es. Wobei die Mobilität, mit ganz besonderem Augenmerk auf die Talumfahrung Schramberg und die Gäubahn, nie und nimmer als Selbstzweck ihre Berechtigung und ihren Sinn haben: alle Redner,  Unionsfraktionschef Volker Kauder, Europaabgeordneter Dr. Andreas Schwab, Minister Alexander Dobrindt, Stefan Teufel und auch der Rottweiler Oberbürgermeister Ralf Broß implementierten die Notwendigkeit einer intakten Infrastruktur in das Gesellschaftsmodell, das als Grundlage dient für Wohlstand, Zukunftsgewinnung, Sicherheit und Zusammenhalt in einer Welt, in der fast nur noch Verunsicherung und Unübersichtlichkeit zu herrschen scheinen.

„Was Ihr als CDU im Kreis Rottweil hier leistet, ist einfach großartig“, staunte und lobte ein Gast aus einem Nachbarkreis. Neidlos und anerkennend: „Ein gesellschaftliches Ereignis.“

Dieses hatte zur Folge, dass der 44-jährige CSU-Minister nicht an der berühmten Veitshöchheimer Faschingsveranstaltung teilnehmen konnte, sondern auf der Heimfahrt von Berlin nach einer Sitzungswoche den Umweg über Rottweil zu nehmen hatte. Dass er gerne gekommen ist, klang glaubhaft; dass er keine andere Wahl hatte als die Einladung seines Fraktionschefs anzunehmen, ebenfalls.

Der Neujahrsempfang der CDU im Kreis Rottweil als gesellschaftliches Ereignis. Mit vielen kleinen, doch wichtigen Begegnungen am Rande, schon beim Eintreffen, noch mehr beim anschließenden Stehempfang. Bei Brezel, Sekt und anderem. Alles liebevoll und zuvorkommend präsentiert und serviert von der Frauen-Union, die unter der Regie der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Monika Schneider dafür sorgte, dass auch das leibliche Wohl auf seine Kosten kam.

 

So wie die schon traditionelle musikalische Umrahmung durch den Musikverein Frohsinn Rottweil-Altstadt für den zusätzlichen Schwung sorgte, flott, schwungvoll, gekonnt. Und wenn schon Alexander Dobrindt auf Veithöchsheim verzichten musste, so wurde er zum Ende des offiziellen Teils doch sicherlich einigermaßen dadurch versöhnt, dass Stefan Teufel mit dem Schlusswort „Ich bitte Sie, sich zu erheben: es goht dagege“, dem Musikverein das Zeichen gab, den Rottweiler Narrenmarsch zu intonieren. „Der Saal“ erhob sich, die Stimmung hätte besser nicht sein können.

Im Mittelpunkt jedoch stand die Frage nach den beiden großen Projekten in der Region: und dazu machte der Bundesverkehrsminister klare und unmissverständliche Aussagen. Die Talstadtumfahrung Schramberg und die Ertüchtigung der Gäubahn sind gesichert, die Finanzierung steht. Alexander Dobrindt sagte, was jeder im Wahlkreis weiß: „Was Volker Kauder verspricht, das hält er auch.“

Jetzt müssen die Planungen vorangetrieben werden. Auch da sind sich alle, die Verantwortung tragen, ganz und gar einig. „Ein guter Tag für uns alle,“ so drückten es viele aus an diesem Abend.

An dem Alexander Dobrindt gegen Ende seiner Rede auf die nahezu täglichen Talkshows im Fernsehen zu sprechen kam. In denen „die immer gleichen Leute Szenarien entwerfen, die mit der Wirklichkeit in diesem Land wenig zu tun haben.“ So konnten die Gäste beim CDU-Neujahrsempfang so etwas wie einen Gegenentwurf zu den Weltuntergangsbeschreibungen erleben. Ohne jedoch die Probleme bzw. so großen Herausforderungen, die zweifellos da sind, zu negieren.

Stefan Teufel erwähnte die Aufgaben in der Landespolitik, setzt sich dafür ein, dass Baden-Württemberg Kinderland bleibt: „Familien sind das Fundament unserer Gesellschaft. Sie geben Orientierung in einer sich schnell verändernden Welt.“

Und: „Deutschland muss in Bewegung bleiben.“

Was in jeglicher Hinsicht gilt.

Über die Notwendigkeit des Zusammenhalts von Europa sprach Dr. Andreas Schwab: „Wir dürfen als Deutschland nicht zerrieben werden zwischen den USA und Russland.“ Die Positionierung Deutschlands und Europas in einer sich so sehr verändernden Welt – eine der zentralen Aufgaben dieser Zeit.

In einer Zeit, die so schnell vergeht, dass man kaum noch mitkommen mag. So der Minister zu Beginn seiner Rede. Vor zehn Jahren erst wurde das i-phone erfunden, heute ist es tagtäglicher Gebrauchsgegenstand. „Wenn es einmal nicht zur Verfügung steht, ist es, als würde ein Teil des Körpers fehlen.“ Seine Oma, so Alexander Dobrindt, hatte in ihrem Leben zwei Radios. Nicht gleichzeitig, nacheinander.

Drastische Beispiele für die irre Rasanz einer sich so rasch verändernden Welt. Sein Plädoyer: Positiv damit umgehen, mit Innovationen am Fortschritt teilhaben, Wohlstand, Arbeit und Wachstum schaffen. Die Chancen ergreifen – so sein Conclusio einer Entwicklung, die es zu gestalten gilt.

Gegen jeglichen Kulturpessimismus.

Volker Kauder erwähnte die Projekte, die für die Region und deren Zukunft so wichtigen Projekte. Die Daimler-Versuchsstrecke in Immendingen, den Testturm in Rottweil – und dazu eben die Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen. „Dies sind die Signale, die zeigen, dass wir vorankommen. Wir brauchen solche Impulse.“

Beifall, das Schlusswort von Stefan Teufel. Der Dank an den Minister. Und ein Geschenk: einen 42 cm großen Rottweiler. Ganz in Schwarz. Von dem Alexander Dobrindt erst dachte, er sei aus Schokolade. Das ist er nicht – und bleibt deswegen umso dauerhafter. Und er wird den Minister an seinen Auftritt in Rottweil erinnern.

Hoffentlich für immer. Und über die Legislaturperiode hinaus. Denn beide, der Minister für Verkehr für Verkehr und digitale Infrastruktur und Volker Kauder als Unionsfraktionschef, wollen auch nach den Wahlen im September ihre Funktionen behalten. „Was auch die Gewähr dafür bietet, dass die Talstadtumfahrung Schramberg tatsächlich wie geplant und im vorgesehenen Zeitrahmen gebaut wird“, tat Clemens Maurer den entscheidenden Blick nach vorne.