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25.04.2017 | Robert King - Kreispressesprecher
Dr. Andreas Schwab: Welchen Weg soll die Europäische Union in dieser aufgewühlten Situation gehen?“
Beim Besuch der Europäischen Institutionen in Brüssel

Bei ihrem dreitägigen Besuch bei den Europäischen Institutionen in Brüssel und den dortigen Gesprächsterminen erlebten, erfuhren und diskutierten CDU-Funktionsträger und politisch Interessierte aus den drei Kreisen Schwarzwald-Baar, Rottweil und Tuttlingen die politisch so brisanten europa- und weltpolitischen Herausforderungen hautnah und authentisch.

Auch weil die „VIP-Fahrt“ auf Einladung des Europaabgeordneten Dr. Andreas Schwab und der christdemokratischen EVP-Fraktion den nicht alltäglichen Blick hinter die Kulissen ermöglichte und die Begegnungen mit hochrangigen Gesprächspartnern wertvolle Einblicke vermittelte, verfestigte sich bei allen Teilnehmern der Eindruck: Angesichts der weltweiten Auseinandersetzungen und der enormen Verunsicherungen kommt es auf das vereinigte Europa, die Europäische Union an. Gerade in dieser Zeit, in der die EU in einer schwierigen Verfassung ist! Wiewohl sie für Stabilität, Freiheit, Frieden und Wohlstand steht, „wie es dies überhaupt noch nie gegeben hat“ (Andreas Schwab), muss sie über ihre zukünftige Gestaltung  

genauso nachdenken und ihrer Ausrichtung für die kommenden Jahrzehnte bewusst werden, wie sie den derzeitigen Herausforderungen gerecht werden muss. Eine Herkules-Aufgabe – so die Quintessens aus den Gesprächen der Gäste aus Südbaden. So unterschiedlich die Vorträge und Diskussionen bei den Europäischen Institutionen waren – bei der Landesvertretung Baden-Württemberg, beim Gespräch mit dem politischen Berater des neu gewählten Präsidenten des Europäischen Parlamentes, bei der Europäischen Kommission oder auch beim Rundgang durch das Europäische Parlament und den zwei sehr intensiven und tief gehenden Aussprachen mit Dr. Andreas Schwab: stets wurde deutlich, dass ausschließlich auf die Persönlichkeit, das Renommee und die Erfahrung von Angela Merkel  gesetzt wird.

Bei der weiteren, immer wieder gestellten Frage wurde mit besorgten Minen auf eine Europaskepsis oder -müdigkeit geschaut und das Thema angeschnitten und sicherlich auch wieder mit nach Hause genommen: Wie können wir erreichen, dass den Menschen deutlich wird, dass gerade für ins Deutschland diese Europäische Union von existenzieller Wichtigkeit ist? Eine Aufgabe, bei der es an jedem Einzelnen liegt, wie sehr er den europäischen Gedanken und die Bedeutung der Werte, die Europa grundlegend verbindet, selbst weitergibt – mit all den Blicken auf die schwierige Lage. Und was noch blieb: wie sehr in Brüssel, in den Europäischen Institutionen, gearbeitet wird, in mühevoller Kleinarbeit, im Ringen um das Europa, das noch immer zu wenig als die Schicksalsgemeinschaft verstanden wird. Doch genau das ist es, so die Lehre aus den Gesprächen.

Ein Highlight nach dem anderen prägte diese Fahrt, direkt vor dem ersten Wahlgang zur französischen Präsidentschaft und in Anbetracht weiterer wichtiger Wahlen in diesem Jahr. So vielstimmig Europa ist, und auch so unterschiedlich – zu besichtigen und zu erleben im touristischen Teil des Aufenthalts in Brüssel bis hin zu dem „morbiden Charakter“ der belgischen Hauptstadt und europäischen Metropole – so sehr geht es darum zusammenzuführen und die Einheit in der Vielfalt zu schaffen.

Dies ist für die Verantwortlichen in der Europäischen Union eine riesen Herausforderung – für die Rottweiler Münstersängerknaben, die zur gleichen Zeit wie die CDU-Reisegruppe im Europäischen Parlament waren und ebenfalls von Andreas Schwab empfangen wurden, eher zu leisten. Was war das für ein Erlebnis: mitten drin im Gebäude des Europäischen Parlaments, stellten sie sich auf, und es erklangen wunderschön vorgetragene liturgische Lieder. Vom theologischen Inhalt und der Brillanz der Vorträge her – ein Genuss und ein sicht- und deutlich hörbares Zeichen dessen, was den Traum, die Vision und die Zukunft Europas ausmachen kann.

Wenn auch gemeinsames Singen eines Chores unter der Regie eines Dirigenten vermutlich einfacher zu bewerkstelligen ist als das Schaffen des vereinten Europa in einem vielstimmigen Chor: diese Botschaft gab Dr. Andreas Schwab – ungesagt, aber spürbar – mit auf den Nachhauseweg wieder zurück in seinen Wahlkreis. Während er selbst per Flugzeug nach Madrid fliegen musste. Zu einer Podiumsdiskussion – mit anderen Teilnehmern, anderem Umfeld, doch vermutlich gleichen Themen. In „dieser aufgewühlten Situation“ (Andreas Schwab) braucht es alle Kraft und jeden Einsatz, am Projekt Europa zu arbeiten.