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26.03.2019, 13:48 Uhr | Kreis-Senioren-Union - Robert King
„Aktuelle Stunde“ mit Volker Kauder bei der Senioren-Union in Rottweil
Recht und Gesetz als oberste Richtschnur / Grundsätzliche und nachdenkliche Töne angesichts oft schriller Diskussionen in der Öffentlichkeit

Jegliches Handeln, egal ob politisch oder privat, hat sich an Recht und Gesetz auszurichten und zu halten. Und es gilt im realen Leben wie im virtuellen.

Mit der Prämisse, auf Grund dieser Vorgabe konnte der Bundestagsabgeordnete Volker Kauder bei der „Aktuellen Stunde“ der Senioren-Union in der Pizzeria „Hochbrücke“ in Rottweil manches zurechtrücken, was in einer oftmals häufig aufgeregten politischen Diskussionslage für Verwirrung und auch für Unruhe sorgt.

Vor allem aber lenkte der CDU-Politiker bei dieser morgendlichen Veranstaltung, die zu „zwei höchst aktuellen und informativen Stunden“ wurde, den Blick auf die Herausforderungen, die tatsächlich auf die Tagesordnung gehören und die ihn umtreiben:

Wie können wir in diesen schwierigen Zeiten  Sicherheit, Wohlstand, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit bewahren, so dass unsere Nachkommen diese Errungenschaften weitertragen können?

So bereiten ihm manche „problematische Entwicklungen“ zunehmend Sorgen: die Tatsache, über die Tatsache hinaus, „dass wir mehr verteilen als wir angesichts der eingetrübten Konjunktur uns eigentlich erlauben können“ nannte er die ganz eklatanten Risiken wie die Möglichkeit, dass durch den Brexit alleine die Automobilindustrie möglicherweise  Verluste in Milliardenhöhe erleiden muss, sowie die unabsehbaren Folgen durch den Handelskrieg zwischen den USA und China. Und wie China aufdreht, durch die „neue Seidenstraße“ und ihre aggressive Politik, sich in Unternehmen in Europa und eben auch in Deutschland einzukaufen. Mit ganz „anderen Wertvorstellungen als wir sie haben.“ Auf der anderen Seite sieht Volker Kauder Versäumnisse in der Bildungspolitik, in Schule und Hochschule. „Doch wie wollen wir bestehen, wenn wir nichts im Boden haben? Nur durch Intelligenz, durch Forschung und Entwicklung können wir uns behaupten!“

Und dadurch, dass wir unsere Werte aufrecht halten und erhalten. Der respektvolle Umgang miteinander: die Anliegen  junger Leute ernst nehmen, aber – wenn sie auch massenhaft vorgebracht werden – auch hier auf Rechte und auf Pflichten hinzuweisen.

Kritisch hinterfragt wurde der gelegentlich durchschimmernde Anspruch, „moralisch höherwertig“ daherzukommen und sich auf der „besseren Seite“ zu befinden.

Glaubwürdig und authentisch sein – das gilt immer und überall und für alle:

Und so betonte Volker Kauder einmal mehr den Wert und die Bedeutung des eigenen Markenkerns, der Richtschnur, „die uns leitet“. Wenige Wochen vor seinem Tode habe ihm der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler ans Herz gelegt, das „C“  nicht zu vergessen, beschrieb Volker Kauder das ureigene, zentrale Anliegen. „Wir machen Politik auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes.“ Und daraus leite sich alles ab, „auch dass wir denen helfen, die es notwendig haben, aber keine sozialen Wohltaten nach der Gießkanne verteilen, wie dies die SPD will.“ Denn dass dieses genau so ungerecht sei wie wenn die Urheber von geistigem Eigentum dieses umsonst zur Verfügung stellen müssten, fand gleichermaßen  die Zustimmung der Teilnehmer dieser „Matinee“, die geprägt war von sehr nachdenklichen, an Grundsätzen orientierten Gedanken.

Die sehr intensiv geführte Debatte der Senioren-Union mit dem langjährigen Unionsfraktionschef unter Leitung des Kreisvorsitzenden Karl-Heinz Glowalla  stand nicht zuletzt unter der Frage: „Was hält unser Land zusammen?“ Die Antwort leitete sich gewissermaßen ab aus der Summe  der zahlreichen in der Veranstaltung angesprochenen Facetten. Nicht zuletzt auch daraus, was Volker Kauder  unter Betrachtung so mancher Diskussion in der Öffentlichkeit so formulierte: „Wenn ich von anderen etwas verlange oder erwarte, dann muss ich immer genau darauf achten, wie ich selber handle und agiere.“ Weil Glaubwürdigkeit und Authentizität  mit zu den wesentlichen Bereichen gehörten, die ein gutes Miteinander ermöglichten.