Der letzte „Dämmerschoppen“ in Schiltach mit Volker Kauder als Bundestagsabgeordneter. Und eine Premiere für Bundestagskandidatin Maria-Lena Weiss

In einer Zeit vielfältiger und umwälzender Veränderungen

24.07.2021, 09:46 Uhr | Robert King | CDU-Kreispressesprecher

Auf den ersten Blick erschien der traditionelle Dämmerschoppen der CDU in „Deutschlands schönstem Biergarten“ (so Volker Kauder) wie immer: Der Gasthof „Pflug“ in Schiltach als Schlusspunkt der Sommertour des langjährigen Bundestagsabgeordneten dieses Wahlkreises.

Doch in diesem Jahr, in einer Zeit voller Veränderungen und globalen Herausforderungen wie schon lange nicht mehr, ist nahezu alles ganz anders: eine Sommertour gab es nicht mehr. Volker Kauder jedoch war wieder mit dabei. Doch der Fokus richtete sich auf Maria-Lena Weiss, seine Nachfolgerin als Bundestagskandidatin stellte sich vor und erläuterte an Hand von drei Schwerpunkten ihre Vorstellungen: in der Klima- und Mobilitätspolitik (Ökologie, Ökonomie und soziale Zusammenhalt miteinander vereinbaren), bei der Digitalisierung („wir liegen dabei im internationalen Vergleich eher im hinteren Bereich“) und bei einer nachhaltigen Finanzpolitik samt der sicheren und verlässlichen Sozialsysteme.

Die Frage von Altbürgermeister Peter Rottenburger an Volker Kauder nach der aktuellen Situation in der Bundes- wie in der Europa- und Weltpolitik brachte dann sowohl eine tiefgründige, sehr informative Erläuterung all der dringenden Herausforderungen mit sich und führte zu einer weiterführenden Debatte all der Themen, die deutlich machen, wie sehr es darauf ankommt, wer in den nächsten Jahren Verantwortung in Deutschland tragen wird.

Von der Bekämpfung der Pandemie („Wir dürfen nicht mehr stillschweigend zur Kenntnis nehmen, wenn jemand sagt, er oder sie lasse sich nicht impfen, sondern müssen deutlich machen, dass damit auch andere gefährdet werden können“) bis zu den wirtschaftlichen Auswirkungen von Corona: „Wir haben so viele Schulden wie noch nie und dürfen uns nicht

weiter in die Verschuldung begeben. Nur durch wirtschaftliche Entwicklung und durch unseren starken Mittelstand können wir diese Situation in den Griff bekommen. Nie und nimmer aber durch höhere steuerliche Belastung, die die politisch linken Mitbewerber wollen.“

Das Versagen Europas in der Migrationspolitik, aber auch die Notwendigkeit eines starken Europas wie der Hinweis den Systemwettbewerb vor allem mit China waren weitere Themen, die an diesem sommerlichen Abend manche Augen öffnete und eine breit gefächerte Diskussion auslöste.

In schwierigen Zeiten auf Verlässlichkeit und eine klare Politik bauen: darauf kommt es an. So die Quintessenz dieses Dämmerschoppens, bei dem Volker Kauder einmal mehr die Akzente setzte, aber gleichzeitig dafür warb, bei der Wahl am 26. September Maria-Lena Weiss das Vertrauen zu schenken.

Und wenn schon nahezu auf allen Ebenen personelle Veränderungen an der Tagesordnung sind, so kündigen sich diese auch beim Vorsitz des CDU-Ortsverbandes Schiltach-Schenkenzell an. Die Begrüßung und  Führung durch den Abend lag  noch in den Händen der  langjährigen  Vorsitzende Brigitte Sum. Die Dankesworte und den Abschluss sprach dann der designierte neue Vorsitzende des Ortsverbands, Matthias Fay, der  gekonnt und treffend den Schlusspunkt setzte und ein ganz persönliches Statement abgab: „Am Ende eines solchen Abends weiß ich ganz genau, dass ich in der richtigen Partei bin. Das tut gut.“