Die frühkindliche Bildung im Fokus
Beim politischen Bürgergespräch des CDU-Ortsverbandes Wellendingen im Gasthaus „Adler“ gab der Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Stefan Teufel MdL einen Überblick zur politischen Lage.
Ausgehend von seinem Leitgedanken „Wirtschaft ist nicht alles, aber ohne Wirtschaft ist alles nichts“ machte Teufel deutlich, dass wirtschaftliche Stärke die Grundlage für sozialen Wohlstand und echte Zukunftschancen junger Menschen ist – besonders im ländlichen Raum. Am Beispiel der Steuerpolitik verdeutlichte Teufel, was die CDU unter wirtschaftlicher Vernunft versteht: „Wir wollen die Grunderwerbsteuer von derzeit 5 auf 3,5 Prozent senken – ein Teil davon dient dazu, die Bauwirtschaft anzukurbeln.“
Er betonte, dass diese Maßnahmen jungen Familien und der lokalen Wirtschaft gleichermaßen zugutekommen sollen. Zugleich verwies Teufel auf die Balance zwischen Umwelt- und Artenschutz einerseits und wirtschaftlicher Entwicklung andererseits: „Wenn die Ansiedlung oder Erweiterung von Gewerbegebieten durch nicht nachvollziehbare Auflagen blockiert wird, hilft das niemandem.“
Der Impulsvortrag von Stefan Teufel leitete einen lebhaften Austausch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein. Moderiert wurde der Dialog von CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Karlhelm Grieser, bei dem Themen wie Bauwirtschaft, Bildung, Integration und gesellschaftlicher Zusammenhalt diskutiert wurden.
Ein zentraler Punkt seiner Ausführungen war die frühkindliche Bildung. Teufel machte deutlich, dass der Bildungsstart der Kinder entscheidend für die Chancengerechtigkeit sei:
„Hier werden wir ganz besonders den Fokus auf die frühkindliche Bildung legen“, kündigte er an, mit dem Ziel, ein verpflichtendes drittes Kindergartenjahr einzuführen. Damit sollen Kinder frühzeitig sprachlich, sozial und motorisch gefördert werden, um einen erfolgreichen Start in die Schule zu gewährleisten.
Neben Wirtschaft und Bildung thematisierte Teufel auch die gesamte Gesellschaftsverantwortung. „Nicht alles kann an den Staat delegiert werden. Familie, Ehrenamt und Vereine tragen ebenso Verantwortung.“
Er sieht den Zusammenhalt der Gesellschaft – gerade im ländlichen Raum – als eine der vordringlichsten Herausforderungen unserer Generation und verwies auf das dringend notwendige und geschätzte Ehrenamt, ohne dies eine Gesellschaft nicht existieren könnte.